15. Januar 2011 | 19:42 | Blog | Keine Kommentare

Was erlauben Strunz?!

Man fasst es kaum, aber trotz zahlreicher Misserfolge in den vergangenen Jahren will Sat.1 mal wieder einen Polittalk starten. Einen Moderator hat der Sender schon gefunden: Nach der Absage von Helmut Markwort ist die Wahl nun auf Claus Strunz gefallen, der bei n-tv und N24 in den vergangenen Jahren reichlich Talk-Erfahrung sammeln konnte.

Im Gespräch ist der Sendeplatz am späten Montagabend, was bei allen Risiken zumindest die eine oder andere Chance birgt. Mit ein wenig Glück kann es gelingen, eine tägliche Talk- und Show-Schiene zu etablieren – vor allem im Hinblick auf das Comeback von Harald Schmidt im Herbst. Montags Strunz, dienstags und mitttwochs Schmidt und am Donnerstag Kerner: Klingt eigentlich nach einem sehr viel versprechenden Konzept.

Voraussetzung: Die Zuschauer müssen mitspielen. Doch das taten sie in der Vergangenheit oft längst nicht so häufig wie man es sich bei Sat.1 gewünscht hätte. Immerhin scheint sich etwas zu tun, nachdem Sat.1 den Late-Night-Sendeplatz mit dem unrühmlichen Aus von “Anke Late Night” vor mehr als sechs Jahren praktisch über Nacht sträflich vernachlässigte. Eine Entscheidung, die sich heute bitter rächen könnte: Nur langsam können die Sehgewohnheiten der Zuschauer verändert werden – was beispielsweise auch Johannes B. Kerner zu spüren bekam. Eines ist damit klar: Ein Selbstläufer ist Schmidt nicht. Das gilt für Claus Strunz erst recht.

(c) Foto: Axel Springer
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