15. September 2010 | 19:47 | Flimmerkiste | Keine Kommentare
Was für ein Theater
Auch wenn ich nach wie vor skeptisch bin, was sein Wechsel zurück zu Sat.1 angeht – ein wenig Hoffnung habe ich durchaus. Ganz offensichtlich hat Harald Schmidt nach rund sieben Jahren endlich eingesehen, was er am besten kann. In der “Zeit” sagt er:
Die große Liebe des Theaters, die mir entgegengebracht wurde, hatte sehr zu tun mit der großen PR, die ich vom Fernsehen mitgebracht habe. Ich habe im Theater meine Grenzen kennengelernt. Im Grunde wollten alle auf der Bühne immer nur den Late-Night-Mann sehen, in den verschiedensten Ausführungen. Das hängt damit zusammen, dass meine Fähigkeiten als Schauspieler begrenzt sind, aber das hängt eben auch damit zusammen, dass, egal, wie ich bin, die Leute den Schmidt aus dem Fernsehen sehen wollen, das war für mich zunächst eine ernüchternde Erfahrung, so hatte ich das nicht erwartet.
Und weiter sagt er:
Es ist im Theater wie überall, alle wollen nur den Schmidt, das sagen Leute auf dem Bahnsteig zu mir, im Wattenmeer oder eben auch im Theater. Heute sehe ich es abgeklärter; Dues gar mich wieder beschleunigt zurück in meine Originalrolle befördert. Und das ist eben der Late-Night-Moderator.
So selbstkritisch hört man Harald Schmidt selten. Schön, dass er zu sich gefunden hat.
Weitere Aussagen von Schmidt gibt’s hier zu lesen.
