3. August 2009 | 18:27 | Nachspiel | Keine Kommentare

Er machte alles andersen

mainz05_01Unweit  von Mainz geboren, ist es fast schon klar, dass man eine gewisse Sympathie für Mainz 05 hegt – erst recht, seit Jürgen Klopp den Fußballverein in seiner Amtszeit zu dem machte, was er heute ist. Dass es nicht leicht werden würde, seine Fußstapfen aufzufüllen, dürfte seinem Nachfolger Jörn Andersen klargewesen sein, dass er trotzdem auf Anhieb den Aufstieg ins Oberhaus schaffte, war eine umso größere Überraschung.

Nun hat sich Mainz 05 von Andersen getrennt – noch bevor die neue Liga-Saison überhaupt begonnen hatte und die Wettbüros ihre Rausschmiss-Wetten anzunehmen begannen. Das peinliche 1:2-Aus gegen Viertligist Lübeck am vergangenen Freitag tat sein Übrig, doch es war letztlich wohl sein inzwischen veränderter Trainings-Stil, der zur Trennung führte. Dass die Mannschaft mit elf Verletzten ins die Saison starten muss, ist ein Zeichen für zu hartes Training. Und wenn man Spielern verbietet, in ihren Schränken Fotos der Familie aufzuhängen, dann ist das auch ein Zeichen von Realitätsblindheit.

Da kann man nur hoffen, dass sein Nachfolger wieder einen besseren Draht zur Mannschaft aufbauen kann. Zudem ist es wohl “ehrlicher”, wie Manager Christian Heidel sagt, sich vor dem Start einer Saison zu trennen als erst nach einigen Wochen, wenn ohnehin schon klar ist, dass die Verbindung keine Zukunft mehr hat. Wie das Team den Trainerwechsel aufgenommen hat, wird sich schon am kommenden Samstag zeigen, wenn Mainz gegen Leverkusen antreten muss. Man darf gespannt sein.

Die “Süddeutsche” hat hierzu übrigens einen netten Artikel veröffentlicht.

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